Immer mehr Chancen am Markt für Self-Publishing-Autoren

Über den Kindle Storyteller – der deutsche Self-Publishing Award

Eine erstmalige Initiative von Amazon KDP zusammen mit FOCUS und dem Freien Deutschen Autorenverband bietet Self-Publishing Autoren eine neue Chance. Der Kindle Storyteller soll unabhängige und talentierte Autoren und ihr Buch auszeichnen.

Wer  in der Zeit vom 01. Juli 2015 – 15. September 2015 ein neues, bisher unveröffentlichtes Buch hochladet, kann beim Kindle Storyteller mitmachen.

Voraussetzungen sind, dass die Teilnehmer über 18 Jahre alt sein müssen und das alleinige Urheberrecht an dem Buch besitzen müssen. Das Buch muss mindestens 45 000 Wörter, das entspricht ca. 180 Seiten, lang sein und in deutscher Sprache verfasst worden sein. Es muss während des Wettbewerbs exklusiv auf Amazon erhältlich sein. Es darf bisher auch noch nicht auszugsweise veröffentlicht worden sein.

Der Gewinner bekommt 10.000 EUR in bar, ein Marketing Paket von Amazon im Wert von 20.000 EUR und eine Veröffentlichung des gedruckten Buches im deutschsprachigen Raum von Bastei Lübbe Verlag. Ein schöner Anreiz!

Jedes eingereichte Buch wird nach Ablauf der Frist am 15. September bis zum 25. September aufgrund der Beliebtheit bei Kunden bewertet und danach werden fünf Finalisten ausgewählt. Gratisaktionen sind bis 25. September nicht erlaubt.

Diese Kriterien könnten es für absolute Newcomer schwierig machen, da ein Buch erstmals gefunden werden muss, um bei Kunden eine ausreichende Beliebtheit zu erlangen. Es besteht die Gefahr, dass auch wirklich gute Bücher bzw. Autoren dadurch keine Chance haben als Finalisten ausgewählt zu werden und daher auf der Strecke bleiben.

Die fünf Finalistenbücher werden von einer 7-köpfigen Expertenjury gelesen und bewertet, nach Originalität und Kreativität des Inhalts und Qualität des Schreibens.

Die Finalisten müssen verpflichtend am 15. Oktober 2015 an der Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse teilnehmen, wo der Gewinner verkündet wird.

Was man am Profil der Jury erkennen kann ist, dass ein hoher Anteil an Krimiautoren dabei ist. Alle vier Autoren der Jury haben Kriminalromane geschrieben. Man darf gespannt sein, wie sich das auswirkt. Eine etwas heterogenere Jury aus verschiedenen Genres, wäre vielleicht besser gewesen.

Die Idee ist grundsätzlich positiv und für Self-Publishing Autoren auch ein guter Ansporn gute Arbeit abzuliefern und damit den Vorurteilen ihnen gegenüber entgegenzuwirken.

Es wird sicher interessant zu beobachten wie sich diese Sache entwickelt.

Ihre Alice Stein

Quellen: http://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=6761313031&ref_=78&ref_=pe_413250_143291920_77

http://www.amazon.de/b?ie=UTF8&node=7003477031&ref_=pe_413250_143291920_84

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Empfehlung: E-Book Ratgeber „Geld anlegen“ als kostenloser Download

http://www.meinegeldanlage.com/

Geldanlage – gute Vorbereitung für die Beratung ist wichtig

Wer Geld gewinnbringend anlegen will, braucht eine gute Strategie und einen langen Atem, sprich Disziplin. Das war schon immer so, ist aber in Zeiten überfluteter Kapitalmärkte und immer neuer Anlageprodukte wichtiger denn je.

Die richtige Vorbereitung

Bevor man zur nächsten Bank oder zum Finanzvermittler geht, sollte man sich über seine eigenen Ziele und Rahmenbedingungen klar werden, und diese am besten schriftlich festhalten. Im nächsten Schritt ist es sinnvoll, sich in aller Ruhe einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen. Dabei helfen unabhängige Finanzportale wie http://www.meinegeldanlage.com/ die Informationen über die unzähligen Möglichkeiten auf den Kapitalmärkten auch für Kleinanleger liefern, und die Chancen und Risiken aufzeigen.

Die persönliche Anlagestrategie entwerfen

So vorbereitet, kann die Entscheidung für die eigene Strategie bei der Geldanlage getroffen werden. Dabei geht es neben der Erzielung möglichst hoher Erträge auch um die Optimierung von Ertragszeitpunkten, die Vermeidung von Verlusten und die Verteilung von Risiken. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die drei grundlegenden Ziele Sicherheit, Liquidität und Rendite sich widersprechen und teilweise ausschließen. Wer sich nicht vollständig auf eines der drei Ziele festlegen will oder kann, braucht eine Strategie, die verschiedene Anlageformen beinhaltet.

Den richtigen Mix finden

Auch wenn das Anlageziel Sicherheit an erster Stelle steht, muss es nicht unbedingt das Sparbuch oder der Sparbrief sein. Die Chancen der Kapitalmärkte nutzen zum Beispiel Investment- oder Aktienfonds mit relativ geringen Risiken. Wer für einen Teil seines Geldes auch einen Totalausfall verschmerzen kann, dem bieten zum Beispiel Differenzkontrakte http://www.meinegeldanlage.com/thema/cfd die Möglichkeit, auch mit kleineren Beträgen von einigen Hundert Euro zu spekulieren.

Der Self-Publishing-Markt wird immer größer

Der Markt für Self-Publishing wächst stetig und die Anbieter machen sich gegenseitig Konkurrenz. Gut für die Autoren – denn dann haben sie mehr Auswahl, können Vergleiche anstellen und bekommen immer mehr geboten.

Das müsste dann auch hoffentlich schlecht für die Zuschussverlage sein, denn welche scheinbaren „Verlockungen“ haben diese dann noch anzubieten? Diese ziehen nur auf dreiste Art den Autoren hohe Geldbeträge aus der Tasche, während die Kosten beim Self-Publishing moderat oder bei manchen Anbietern sogar kostenfrei sind.

Ein neuer Anbieter ist mymorawa: https://selfpublishing.mymorawa.com/self-publishing/veroffentlichen/

Morawa ist ein bekannter und großer Buchhändler in Österreich. Mymorawa nutzt den umfassenden Service von tredition zu denselben Konditionen. Ebenso wie bei tredition wird jedes Buch vor der Veröffentlichung vom Verlag geprüft. Diese Form von Qualitätssicherung ist ein wesentlicher Beitrag, um das Image von Self-Publishing-Verlagen und Autoren weiter zu verbessern.

Ein zusätzliches Angebot ist jedoch, ein Regalplatz in den Morawa Buchhandlungen. Das ist selbst für Verlagsautoren nicht selbstverständlich. Denn nicht jedes Buch, auch von traditionellen Verlagen bekommt einen Regalplatz in einer großen und bekannten Buchhandlung.

Immer mehr Self-Publishing-Verlage bieten heute auch schon Marketing Maßnahmen an, z. B. Pressemeldungen und Social Media Marketing. So auch mymorawa. Das ist schon mehr als die meisten kleinen Verlage anbieten, und selbst die großen fördern und bewerben nicht alle Autoren in gleichem Maße.

Auch für die normalen Verlag wächst der Druck – Self-Publisher bleiben heutzutage absolut nicht mehr außen vor!

Wer Erfahrungswerte weitergeben möchte, kann mich gerne dazu kontaktieren.

Ihre Alice Stein

Rezension zu „Wie man erfolgreich E-Books verkauft. Exklusivinterviews mit Top-Autoren“ von Wilhelm Ruprecht Frieling

In diesem E-Book führt Wilhelm Ruprecht Frieling auch Prinz Rupi genannt, Interviews mit erfolgreichen Indie-Autoren, und fühlt ihnen in Bezug auf ihr Erfolgsrezept auf den Zahn. Ich habe die 8. Auflage gelesen, die Interviews mit Autoren bis zum Jahr 2014 enthält.

Nach dem Lesen von einigen Interviews wird einem schnell klar, dass der unkalkulierbare Faktor „GLÜCK“ eine große Rolle spielt. Viele Autoren können sich ihren eigenen Erfolg nicht so recht erklären – oder wollen es vielleicht nicht. Wer sich ein Erfolgsrezept erwartet, wird enttäuscht werden. Kann sein, dass sich die Autoren nicht so wirklich in die Karten sehen lassen wollen. W. R. Frieling ist hingegen sehr bemüht, ihnen ihr Geheimnis zum Erfolg herauszulocken. Aber entweder gibt es das nicht und es war eine Fügung an glücklichen Zufällen, oder die Autoren wollen es verständlicherweise nicht preisgeben. Denn jeder Leser dieses Buches kann zum Konkurrent werden, da es schließlich die Zielgruppe der Indie-Autoren anspricht.

Es zeigt aber andererseits auch schön auf, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, und nicht bloß nach vorgefertigten Strategien vorgehen kann. Was bei dem einen zum Erfolg geführt hat, muss bei dem anderen nicht zwangsläufig ebenfalls erfolgreich sein.

Man bekommt in dem Buch zwar die ein- oder anderen Tipps, wovon aber die meisten dem Großteil von Indie-Autoren höchstwahrscheinlich bereits bekannt sind. Auffallend ist, das die erfolgreichen Autoren, mit denen Frieling die Interviews führt, ihre E-Books hauptsächlich bei Amazon KDP Select publiziert haben. Durch Gratisaktionen oder die flexible Preisgestaltung gibt es für Autoren gute Vermarktungsmöglichkeiten. Die Wirkung von diesen dürfte allerdings hauptsächlich zu Beginn von Amazon Kindle sehr stark gewesen sein, und mittlerweile immer mehr abebben.

Uneinig scheinen sich die Autoren zu sein, ob der Preis ausschlaggebend für den Verkaufserfolg ist und ob sich Gratisaktionen lohnen. Einige schwören auf 99 Cent-Aktionen, andere haben sich dieser Methode nicht bedient. Nachdem jeder auf seine Weise erfolgreich verkauft hat, bleibt dem Leser der Lektüre nur übrig selbst zu probieren was sich am ehesten lohnt.

Fazit: Wege zum Erfolg sind nicht kopierbar –  und ohne Glück läuft sowieso nichts! Das wird einem auch beim Lesen dieses E-Books klar.

Ihre Alice Stein

Wird die Verlagswelt auf den Kopf gestellt?

Wie in einem früheren Artikel bereits erwähnt, bewegt sich im Bereich Self-Publishing gerade sehr viel. Die normalen Verlagsmodelle könnten dadurch zunehmend unter Druck geraten. Denn wenn man sich ansieht was einige Self-Publisher bereits bieten und das mit den Angeboten von traditionellen Verlagen vergleicht, sofern man überhaupt ein Angebot bekommt, dann sieht es mittlerweile schon ziemlich armselig für die gängigen Verlage aus.

Selbstverständlich unterscheiden sich die einzelnen Angebote, es geht hier um einen Überblick und um die Möglichkeiten, die es heutzutage für Autoren gibt.

Beim Self-Publishing müssen die Kosten für die Veröffentlichung vom Autor selbst getragen werden. Manche Anbieter bieten mittlerweile allerdings bereits kostenlose Veröffentlichungen an. Oftmals kann man zwischen mehreren Ausgabeformaten wählen bzw. auch mehrere gleichzeitig herausbringen.

Ein Punkt, der je nach Sichtweise als Vor- oder Nachteil eingestuft werden kann, ist die Verantwortlichkeit des Autors für die Qualität des Buches. Es ist durchaus empfehlenswert in ein Korrektorat oder Lektorat zu investieren. Aber im Gegensatz zu dem Lektorat, das bei einem Verlagsvertrag beinhaltet sein sollte, können Autoren in diesem Fall selbst bestimmen mit wem sie arbeiten. Man kann mehrere Angebote einholen und vergleichen bevor man sich für jemanden entscheidet. Diese freie Wahl hat man bei einem Verlag nicht und wenn der Lektor dort den Büchern der Autoren seinen eigenen Stempel aufdrücken möchte, dann kann man das entweder hinnehmen oder geht auf Konfrontation, was aber auch das Ende der Zusammenarbeit bedeuten kann. Wenn Sie keine zu starken inhaltlichen Einmischungen möchten, dann können Sie das im Fall von Self-Publishing auch dementsprechend unterbinden oder eben nur ein Korrektorat buchen, das ohnehin günstiger ist.

Der nächste Punkt, der zur Ausstattung eines Buches gehört ist der Buchsatz. Hierzu bieten die Anbieter entsprechende Vorlagen und Informationen an, wodurch sich der Buchsatz leicht selbst gestalten lässt. Und zu guter Letzt darf natürlich das Cover nicht fehlen. Auch hier gibt es entweder vorgefertigte Entwürfe, die man auswählen kann oder man nimmt sich einen Grafiker. Im letzten Fall lohnt es sich sehr viele Angebote zu vergleichen. Es gibt durchaus ambitionierte Profis, die ein preiswertes Angebot machen.

Ich persönlich habe es ausgesprochen interessant gefunden ein Buch komplett selbst gestalten und alles frei entscheiden zu können.

In meiner Autorentätigkeit habe ich sehr viele unterschiedliche Varianten kennengelernt. Von einem professionellem Lektorat, das mich mein Buch aber noch als mein eigenes erkennen ließ, bis zu Lektoren, die sich im Manuskript anderer selbst verwirklichen wollen und am liebsten keinen Satz so stehen lassen wie er ist, inklusiver einer veränderten Quintessenz diverser Aussagen, bis zu einem Verlag der nur vorgab ein Lektorat durchzuführen und nichts dergleichen geschah.

Beim Self-Publishing sind die Fronten geklärt. Man muss zwar ein bisschen investieren, was sich aber durchaus im Rahmen hält, aber sonst kann es zumindest was die Ausstattung des Buches anbelangt keine bösen Überraschungen geben.

Ein weiterer Vorteil ist der Veröffentlichungszeitpunkt, den man im Fall von Self-Publishing selbst bestimmen kann. Die meisten Verlage haben ein halbjährliches oder jährliches Verlagsprogramm, das bisweilen oft für die nächsten Jahre ausgebucht ist. Abgesehen davon, dass man als Autor meist mehrere Monate auf die Prüfung des Manuskripts warten muss, geht dabei viel Zeit verloren. Im Unterhaltungssektor macht das vielleicht nicht so viel aus, aber im Sachbuchbereich, insbesondere bei Themen die aktuell sind, zählt jeder Monat. Noch mehr Verzögerungen kann es geben, wenn man einen Agenten zwischenschaltet, denn die jeweiligen Agenturen benötigen auch einige Zeit zur Prüfung der Manuskripte.

Eine mir bekannte Autorin, die auf Self-Publishing sehr arrogant herabblickt, war der Meinung das die einzig sinnvolle Möglichkeit ein Buch erfolgreich zu publizieren nur die über einen Agenten ist. Am Rande sei erwähnt, dass es sich bei ihr um keine namhafte Autorin handelt, denn diese sind meistens nicht arrogant. Interessanterweise ist kurz nach dieser Aussage ein Buch von ihr ausschließlich als E-Book in einem mir völlig unbekannten E-Book Verlag erschienen. Ich persönlich wäre nicht erfreut, wenn trotz Agent nicht auch eine Print-Ausgabe herausspringt.

Über das Thema Agenten mit allen Vor-und Nachteilen und Dingen die man wissen sollte, habe ich in meinem Buch „Die schmutzigen Geschäfte in der Verlagsbranche“ geschrieben.

Kleine Verlage bieten oft nur sehr wenig Marketing und Werbung an, falls überhaupt. Auch hier haben einige Self-Publishing-Anbieter sehr aufgeholt, um nicht zu sagen überholt.

Nicht zu vergessen ist das Honorar, das wesentlich höher ist als bei normalen Verlagen. Durch die Möglichkeit des Print-on-Demand Verfahrens sind die Kosten für eine Buchproduktion insgesamt viel geringer und vor allem für die Verlage nicht mehr so risikoreich als das Drucken einer bestimmten Auflagenhöhe. Daher ist es beim Self-Publishing auch möglich höhere Honorare auszahlen zu können, nebst der Ersparnis für die Personalkosten jener Personen die insgesamt im Buchherstellungsprozess beschäftigt sind.

Es lässt sich heutzutage also absolut nicht mehr sagen, dass man nur über eine bestimmte Veröffentlichungsweise Erfolg hat und über andere eben nicht. Es gibt keine Garantie für niemanden. Daher ist es wohl am sinnvollsten den Weg zu wählen, der für einen selbst am Stimmigsten ist, um auch mit dem Ergebnis die bestmöglichste Zufriedenheit zu erlangen. Für den Erfolg braucht man aber immer auch eine ordentliche Portion Glück – und diese lässt sich im Voraus nicht berechnen – nicht einmal für erfahrene Verlagsprofis.

Ihre Alice Stein

Positive Entwicklungen im Self-Publishing

Ich möchte auf diesem Blog natürlich nicht nur über negative Dinge berichten, sondern auch über positive Entwicklungen im Buch- und Verlagswesen. So hat sich im Bereich Self-Publishing einiges getan. Während früher die Autoren einen bestimmten Betrag für die Veröffentlichung zahlen mussten, der aber für gewöhnlich deutlich unter jenem war, den die sogenannten Zuschussverlage forderten, gibt es jetzt immer mehr Self-Publishing Verlage, die eine kostenlose Veröffentlichung anbieten. Dazu zählen z. B. BookRix, Stuber Publishing und XinXii. Das ist jedoch nicht die einzige Veränderung. Viele bieten außerdem noch Marketingmaßnahmen an, um die sich die Autoren beim Self-Publishing noch vor wenigen Jahren ausschließlich selbst kümmern mussten. Der Verlag tredition bietet beispielsweise an für jede Neuerscheinung eine professionelle Pressemitteilung zu verfassen. Allerdings ist bei tredition die Veröffentlichung nicht kostenlos. Stuber Publishing bietet ebenfalls Marketing über verschiedene soziale Netzwerke an. Auch die Vertragsunabhängigkeit ist keine Seltenheit mehr. Die Self-Publishing-Anbieter überbieten sich gegenseitig regelrecht mit Zusatzleistungen oder Vergünstigungen. BookRix bietet seit neuestem unter bestimmten Bedingungen sogar Vorschüsse an. Das gab es in diesem Sektor bisher noch nie.

Wer also in der heutigen Zeit noch bei einem der Zuschussverlage landet und tatsächlich vierstellige Beträge für eine Veröffentlichung bezahlt, der hat sich wohl nicht gut informiert.

Es ist und bleibt sehr wichtig gründlich zu recherchieren, damit Autoren das für sie jeweils passendste Modell auch finden. Ebenso sollte man auf jeden Fall den Vertrag, den viele Self-Publisher zur Ansicht als Download zur Verfügung stellen, genau durchlesen. Bei manchen Anbietern – nicht bei den oben genannten m. E. – finden sich auch Stolperfallen, die man unbedingt beachten sollte. In meinem Buch habe ich diesem Thema ein eigenes Kapitel „Stolperfallen in den Verträgen“ gewidmet, wo ich auf viele Details eingehe.

Aber auch ohne Stolperfallen ist es wichtig zu überprüfen, ob die Details die im Vertrag geregelt sind, für einen selbst passen und sich nicht nur von den Verlockungen verführen zu lassen. Denn nach meiner Erfahrung kann man bei Self-Publishing-Anbietern nicht über Vertragsdetails verhandeln. Wenn man mit einem Punkt nicht einverstanden ist, sucht man sich besser einen anderen Verlag. Bei den regulären Verlagen ist das bisweilen möglich, insbesondere natürlich wenn man über einen Agenten verhandeln lässt.

Self-Publishing ist also mittlerweile eine ernstzunehmende Konkurrenz für viele Verlage geworden. Es stimmt auch absolut nicht, dass Bücher die im Self-Publishing veröffentlicht wurden, keine Chance am Markt hätten – das sollte man sich nicht einreden lassen. Der Kampf um Leser gleicht sich immer mehr an, und ist für keinen Verlag oder Autor leicht. Große Verlagsgruppen haben natürlich gewisse Wettbewerbsvorteile – aber wer weiß wie lange noch.

Ihre Alice Stein

Zuschussverlage

Zuschussverlage werden jene Verlage genannt, die Geld von Autoren für eine Veröffentlichung verlangen. Hier unterscheide ich zwischen Self-Publishern, wo sich die Kosten für eine Veröffentlichung im Rahmen halten, und solchen die zum Teil vierstellige Beträge von den Autoren verlangen. Self-Publisher sind aus meiner Sicht eine seriöse Variante wo die Kosten auch sofort auf der entsprechenden Website überschaubar sind. Zuschussverlage halten mit der Information, dass sie Geld für die Veröffentlichung verlangen möglichst lange hinterm Berg und schmeicheln meist den Autoren in Bezug auf das Manuskript, bevor dann die bittere Wahrheit ans Licht kommt.

Erfahrungsbericht:

Vor der Veröffentlichung meines ersten Buches habe ich mein Manuskript mehreren Verlagen angeboten. Ich bekam ein Vertragsangebot von einem Verlag mit viel Lobeshymnen über mein Manuskript. Obwohl ich damals noch keine Erfahrung mit der Verlagsbranche und Buchveröffentlichungen hatte, kam mir das schon merkwürdig vor, da ich gehört hatte, dass die Verlage einem nicht gerade mit Komplimenten überhäufen. Das Modell dieses Verlags bestand darin, dass man zu Beginn zwar nichts zahlen musste, wenn sich aber innerhalb eines Jahres nicht eine hohe Anzahl an Büchern verkauft habe (ich weiß es leider nicht mehr genau, aber ich glaube es ging in den Bereich von 10.000), dann müsse man nachträglich einen vierstelligen Eurobetrag bezahlen. Sie lockten mit der Erfolgsstory von Harry Potter und meinten, dass dies durchaus zu schaffen sei. Das spricht natürlich das Wunschdenken von Autoren an, aber es entspricht meist nicht der Realität, vor allem wenn der Verlag nicht viel in Werbung und Marketing investiert. Der Verlag war nicht sehr bekannt, und ich konnte in keiner Buchhandlung auch nur ein Werk finden, das in diesem Verlag veröffentlicht war. Da fragt man sich natürlich wie so ein Unternehmen überleben kann, wenn nicht durch den Verkauf seiner Bücher? Die Antwort ist einfach: durch das Geld der Autoren!

Fazit: Ich lehnte diesen Vertrag ab und bekam glücklicherweise bald darauf ein Angebot von einem seriösen Verlag. Der oben erwähnte Verlag mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz, hat sich bis heute am Markt gehalten, obwohl sich an der Präsenz seiner Bücher nichts geändert hat. Und höchstwahrscheinlich hat sich auch am Geschäftsmodell nicht viel verändert.

Mit dieser Erfahrung, dass man Zuschussverlage besser meidet, war es aber noch lange nicht getan. Es folgte im Laufe meiner weiteren Buchveröffentlichungen eine regelrechte Odyssee an Erfahrungen worauf man in der Buch- und Verlagsbranche achten muss. Daraus ist dann mein Buch „Die schmutzigen Geschäfte in der Verlagsbranche“ entstanden, wo ich auf die vielen Details eingegangen bin.

Ihre Alice Stein